„Anne“ ermöglicht Profi-Ausbildung bei Feuerwehr

derwesten.de vom 11.10.15:

Die Freiwillige Feuerwehr Balve hat eine Kollegin, deren Anschaffungskosten bei 4200 Euro liegen. Gemeint ist „Anne“ und die ist ein Patientensimulator, an dem die Herz-Lungen-Wiederbelebung realitätsnah trainiert werden kann.

Die Freiwillige Feuerwehr Balve hat eine neue „Kollegin“ mit dem Namen Anne. So wird der Patientensimulator genannt, der den Kameraden eine realistische Ausbildung im Bereich der Herz-Lungen-Wiederbelebung ermöglicht. Mehr noch: „Damit ist eine profimäßige Ausbildung möglich, nahezu perfekt“, sagt Klaus-Peter Engel, Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Balve, der mit seinen Kollegen das neue Gerät vorgestellt hat. Die Anschaffungskosten liegen bei 4200 Euro.

Schon lange hatten die Feuerwehrmänner und -Frauen den Wunsch, diesen Patientensimulator anzuschaffen. Die Diskussion um ihn brandete erstmals auf, als es um die Ausbildungsoffensive ging. „Wollen wir top ausgebildete Einsatzkräfte haben, brauchen wir auch ein Top-Equipment“, waren sich die Blauröcke einig. Und für eine zeitgemäße Erste-Hilfe-Ausbildung ist „Anne“ – mit vollem Namen „Resusci Anne QCPR“ – goldwert. Sie simuliert Vitalzeichen und Spontanatmung und gibt Rückschlüsse in Echtzeit.

Um den Patientensimulator einzukaufen, brauchte es Geld – viel Geld. „Ohne Sponsoren wäre das gar nicht möglich gewesen“, berichtet Klaus-Peter Engel. „Mit RWE haben wir einen Partner gefunden, der uns diese wichtige Investition ermöglicht.“ Die RWE Vertrieb AG steuerte 3500 Euro zu den Anschaffungskosten bei. „Gut angelegtes Geld“, wie Melanie Schneider vom Energieversorgungs-Unternehmen bekräftigt. „So können die Feuerwehrleute optimal auf den Ernstfall vorbereitet werden.“ Der soll am besten nie eintreten.

Der Patientensimulator mit dem Namen „Anne“ gelangt in den Besitz des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte, „wird aber zur einheitlichen Ausbildung in Balve mit unseren sieben Löschgruppen verwendet“, erläutert Klaus-Peter Engel, der sich auch bei TS Schweißtechnik e.K. und Inhaber Thomas Schennetten bedankt, der ebenfalls seinen finanziellen Beitrag zur Anschaffung des Übungs-Dummys geleistet hat. So „wäscht“ eine Hand die andere, denn die Feuerwehr handelte in der Vergangenheit bei einem Brand in seinem Unternehmen blitzschnell.

Dass die Feuerwehr bestens ausgebildet sein soll, diesen Wunsch haben die Blauröcke von der Bevölkerung erfahren, als sie mit einem Informationsstand in der Innenstadt vertreten waren. „Wir wollen es, und die Bürger erwarten es von uns“, sagt Klaus-Peter Engel, der die Umfragebögen mit ausgewertet hat. „Diese Übungspuppe ermöglicht uns, die Erste-Hilfe-Ausbildung nach dem neuesten Stand der Technik durchzuführen. Mit ihr lassen sich Fehler ablesen und korrigieren. Und mit Blick auf die sehr gute Arbeit der First Responder in Volkringhausen haben wir einen weiteren Baustein, um im Notfall entschlossen und richtig zu handeln.“

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/balve/anne-ermoeglicht-profi-ausbildung-bei-feuerwehr-id11174863.html